Sonntag, 22. April 2018

Sommerkonvoi nach Odessa: Ladelisten in Kusel erstellt

Der Hilfskonvoi nach Odessa nimmt Formen an.
Bevor die Trucks allerdings verladen werden können, ist doch noch einiges an administrativen Arbeiten zu erledigen: Ladelisten, Frachtbriefe, Pro Forma Rg., Schenkungsurkunden, eben alles, was der Zoll in Deutschland und der Ukraine benötigt, muss erstellt werden.
Den ersten Schritt hierzu haben Stephan Höppchen, Bernd Moser und ich letzten Samstag gemacht.
Die Aufnahme der Spendenware für die Ladelisten. Alles einmal in der Hand gehabt, waren wir nach 4 Stunden fertig.
v.l.: Stephan Höppchen, Herr und Frau Moser, Tommy Führer
Bitte helft uns bei der Verladung der 2 Lkws am 05.Mai ab 9:00 Uhr in Kusel.
Von der Autobahn kommend nach dem ersten Parkplatz auf der rechten Seite kommt eine Rechtskurve. In dieser Kurve ist rechts die Einfahrt zu dem Lager. 

Hier noch einige Bilder, was wir verladen werden:























Sonntag, 8. April 2018

Der nächste Sommerkonvoi nach Odessa:

Am 06. Mai starten 2 LKW (40t) nach Odessa. Möglich wird das nur durch Eure permanente Hilfe!
Beladung in Bielefeld


Petra Sandmann und Ingo Dedermann haben in Bielefeld Krankenhausbetten, Rollstühle und Gehilfen gesammelt. Zeitintensiv, viele Gespräche, transportieren und dann Laden. Petra und Ingo: DANKE für Eure Hilfe.
Christoph Thiede (RT17), Tablerfreunde aus Bielefeld und Christoph Ulonska haben am 06.04. die Sachen auf Ingo`s Betriebsgelände geladen und sind am Abend noch bis nach Bad Kreuznach gefahren. Hier war dann erst einmal Homehosting, Grillen und gute Gespräche angesagt.


Samstag wurde der 12tonner dann in Kusel entladen. Mit bei der Entladung kein geringerer als der Vorstandsvorsitzende der Tablerstiftung und bei dem D8 Meeting in Bad Kreuznach gewählter incomming D8- Präsident, Mirko Syrè. Danke Mirko für Deine immerwährende Hilfe!

Fahrt nach Kusel
Achim Simon (OT177) und re. Herr Moser in Kusel

Geschafft! 

Die Verladung der Hilfsgüter in Kusel in die 2 Trucks findet dann am 05.05. ab 9:00 Uhr statt. Hierfür werden auch noch helfende Hände gesucht.

Mittwoch, 21. März 2018

2. KIM (Konvoi International Meeting) 2018; Anmeldung offen


Liebe Freunde, 
der Sommerkonvoi rollt wieder nach Kaub!
Nach dem 1. KIM 2017 war uns allen klar: Das müssen wir noch einmal wiederholen. Im August ist es wieder soweit: 2. KIM vom 03. bis 05. August 2018



KOSTEN: von Sonntag, den 29. Juli bis Freitag, den 03. August: 20,00 ? pro erwachsene Nase und Nacht (Kinder zahlen nix!) + Selbstversorgung + Taschengeld für Ausflüge nach Bedarf. Getränke und Eis können im RT-Camp Kiosk erworben werden. KOSTEN von Freitag, den 03. August bis Sonntag, den 05. August 2. Konvoi International Meeting: 69,00 ? pro Person inkl. Verpflegung, Wasser, Apfelsaftschorle, Kaffee und Tee. Kinder bis 12 Jahre nur 20,00 ?. Bier und Wein können im RT-Camp Kiosk erworben oder auch gerne selbst mitgebracht werden.

ANMELDUNG: mit dem Kontaktformular auf www.roundtablecamp.de mit Angabe der Anzahl der Erwachsenen und Kinder und des Ankunfts- sowie Abreisetages. Anmeldungen werden per Mail mit Angabe der Bankverbindung von uns bestätigt und sind erst nach Überweisung gültig. Alternative Übernachtungsmöglichkeiten: Wir haben für das 2. Konvoi International Meeting (KIM) von Freitag bis Sonntag  Zimmer im www.haus-elsenburg.de reserviert. Bitte bei Bedarf selbst und direkt buchen. First come, first serve. Wir freuen uns auf unvergessliche Stunden und tolle Erlebnisse mit Euch und Euren Kindern im Round Table Camp.

Bitte beachtet, dass wir nur 250 Anmeldungen annehmen können, denn die Kapazitäten im Camp sind begrenzt. Also ran und schnell anmelden. 
Auch hier gilt: First come, first serve.

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Freunde vom Round Table Kinder- und Jugendcamp Kaub e.V. und vom Team des Weihnachtspäckchenkonvois

Montag, 5. März 2018

R.I.P. Joe (05.03.2018)

Joe 2007 auf dem Nürburgring
Leider muss ich Euch mitteilen, dass heute unser Freund Joe Nowotny verstorben ist. Schon vor 3 Jahren erlitt Joe einen schweren Schlaganfall und war seither an den Rollstuhl gefesselt. Sein Sohn Marcel hat sich liebevoll um seinen Vater gekümmert und ihn bei sich aufgenommen. Marcel, ich zolle Dir und Deiner lieben Frau den höchsten Respekt und Dank dafür!

Joe, Du hast mit Deinen Träumen, die schönsten Trucks auf die Straße zu bringen, nicht nur Dich glücklich gemacht, sondern mit Deiner Hilfe und den Showtrucks bei unseren Weihnachtspäckchenkonvois tausende Kinderaugen strahlen lassen.
Unvergessen für mich, als wir 2006 nach dem Konvoi Richtung Heimat starteten und die Teilnehmer Ihre Erlebnisse über Funk allen mitgeteilt haben. Deine Aussage war damals: "Eigentlich wollte ich im nächsten Jahr einen neuen Showtruck mit einem deutschen Thema machen. Nach dieser Reise, Erfahrungen und Emotionen, die ich mit Euch erleben durfte, werde ich aber einen Round Table Truck machen."
Marcel, Joe und Tommy
Daraus wurde "King Arthur" und damit der Gewinner der "Trucker Grand Prix 2007" als schönster Truck Deutschlands. Bei dem RTD- AGM in Bremerhaven konnten die Delegierten den Truck persönlich bewundern.

Leider warst Du über das Tableralter schon raus, allerdings wurdest Du Ehrenmitglied bei Round Table 173 Ludwigsburg. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie stolz Du damals warst.
Auch andere Trucks hast Du uns jederzeit zur Verfügung gestellt, dass wir in Rumänien und in der Ukraine den bedürftigen helfen konnten.



Du warst glücklich, wenn Du den Kindern dieser Welt etwas Gutes tun konntest.
Absolut unvergessen für mich war die Wunscherfüllung für den krebskranken Manicke.
Ein Anruf an Joe: "Joe, ich brauche Dich mit Deinem Lambo morgen hier. Wir müssen einen Herzenswunsch für einen kranken Jungen erfüllen." Die kurze Antwort: "Wann und wo?"


So konnte Joe über RT- Childrenswish dem kranken Manicke den letzten Wunsch erfüllen, denn kurz danach verstarb der Junge. Joe hat immer wieder davon erzählt, wie tief dieses Erlebnis ihn geprägt hatte. Diese Sensibilität, lieber Joe, hat Dich mehr als liebenswert gemacht!

Letzte Nacht hast Du Dich wieder auf den Weg gemacht. Ich hoffe, dass da, wo Du jetzt bist, es auch Trucks gibt, so dass Du jetzt wieder Vollgas geben kannst.
Wir, die vielen Freunde von Round Table Deutschland, Old Tablers Deutschland und die Freunde des Weihnachtspäckchenkonvois werden Dich nicht vergessen!
Joe, bleib knitterfrei auf Deiner letzten Reise!

Dein Tommy 

Montag, 5. Februar 2018

Manuela Aeppli, Präsidentin LC Austria, Nachlese zum WPK 2017:


Als Mitglied von Ladies Circle in Österreich habe ich in den letzten Jahren immer mal wieder etwas vom Weihnachtspäckchenkonvoi gehört. Als dann im Mai 2017 Björn Schirmer von RTD bei unserem AGM war und uns von diesem Projekt erzählt hat, lief es mir kalt den Rücken hinunter. Der mitgebrachte Film und die persönlichen Erzählungen haben dazu beigetragen, dass auch ein paar Tränen geflossen sind (nicht nur bei mir). Als Präsidentin 2017/18 von Ladies Circle Austria habe ich Björn gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, beim Weihnachtspäckchenkonvoi 2017 mitzufahren. Auf meine Frage hin hat er gelächelt und mir gesagt, dass ich als Präsidentin auf jeden Fall einen Platz bekäme. Gesagt getan und im Juni 2017 hatte ich mich für den Weihnachtspäckchenkonvoi 2017 angemeldet und der Urlaub für die Woche war auch schon bewilligt. J 

Am 27.11.2017 war ich zusammen mit Sandra Tschank vom LC6 Wiener Neustadt und den Herren vom RT35 Wiener Neustadt (Rene Rumpler, Alex Schwartz, Michael Rosenstein und Stefan Tersch) unterwegs, um die Päckchen von den Schulen in Wiener Neustadt einzusammeln. Es wurden insgesamt 567 Weihnachtspäckchen gespendet. J 

Die sechs Monate zwischen Anmeldung und Abfahrt in Hanau vergingen sehr schnell und schon war der Tag der Anreise am 01.12.2017 da. Ich flog von Wien nach Frankfurt und wurde dort von Dave Keller (RT Heidelberg) abgeholt und nach Hanau chauffiert. Im Hotel angekommen habe ich einige alte und viele neue Freunde getroffen, wie das so ist bei RT und LC. Nach einem lustigen Abend und ein paar Stunden Schlaf ging es am nächsten Morgen um 09:00 Uhr zur Registrierung. Um 10:00 Uhr gab es dann eine offizielle Begrüßung mit ein paar Reden und Informationen. Dabei wurde uns auch mitgeteilt, dass sagenhafte 132.000 Päckchen gesammelt wurden und diese mit 28 LKWs, 6 Reisebussen, 5 Begleitfahrzeugen und 237 Mitfahrern in 4 Ländern (Rumänien, Bulgarien, Ukraine und Moldawien) verteilt werden. Um 11:20 Uhr hat sich der ganze Konvoi in Bewegung gesetzt und los ging die Reise nach Moldawien. Wir haben immer mal wieder einen Halt gemacht um zu Essen, für die Toilette, für den Fahrerwechsel etc. Bei unserem Frühstückshalt in Deva, Rumänien, haben wir uns dann nach dem Frühstück im Foodcort auf dem Parkplatz die Zähne geputzt.  

Nach gesamthaft 42 Stunden sind wir dann am 04.12.2017 um 05:30 Uhr in der Früh in Chişinău, Moldawien, angekommen und haben in einem netten Hotel unsere Zimmer bezogen. Nach ein paar Stunden Schlaf ging es um 12:00 Uhr auch schon weiter und wir sind zu einer Schule gefahren um unsere ersten Päckchen zu verteilen. Es war ein überwältigender Moment als wir da auf der Bühne standen und uns hunderte von Kinderaugen angeschaut haben. Nach ein paar Grußworten ging es mit dem Päckchenverteilen los, juhuuuuu! An dem Nachmittag waren wir noch bei einem anderen Kindergarten und zwei Gemeindezentren und überall wurden wir mit sehr viel Freude und Geduld empfangen. Da es in Moldawien keinen Round Table oder Ladies Circle gibt, hat uns der Rotary Club Chişinău tatkräftig unterstützt, z.B. bei der Auswahl der Schulen, der Bereitstellung der zusätzlichen Fahrzeuge, den Sprachbarrieren und der ganzen Koordination vor Ort. Am Abend gab es daher auch ein gemeinsames Abendessen mit den Damen und Herren vom Rotary Club.  

Die nächsten zwei Tage waren wir in Kleingruppen mit Kleinbussen außerhalb von Chişinău unterwegs. Abgesehen von den Hauptverkehrsstraßen sind die Straßen meistens nicht asphaltiert und haben sehr viele Schlaglöcher. Das macht das Vorwärtskommen nicht gerade einfacher. Daher haben wir für kurze Distanzen auch sehr lange gebraucht. Am Ende des Weges wurden wir dann aber immer belohnt, wenn wir in diese strahlenden Kinderaugen schauen konnten.
Es hat ein paar Kindergärten und Schulen gegeben, bei denen wir die Päckchen nur den Kindern überreicht haben.

Dann hat es aber auch Kindergärten und Schulen gegeben, bei welchen wir die Päckchen gemeinsam mit den Kindern aufmachen konnten. Das waren die ganz besonders emotionalen Momente: Wenn man sieht wie die Kinder voller Vorfreude die Geschenke auspacken und dann mit offenem Mund und glänzenden Augen in die Päckchen schauen und sich riesig über den Inhalt freuen.
 
Zwei Momente haben mich emotional besonders berührt: Der eine Moment war, als wir in einem Kindergarten das Lied „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum“ gesungen haben und nach kurzer Zeit die Betreuerinnen mit den Kindern auf Rumänisch (eine der Landessprachen) eingestimmt haben. So haben wir das Lied gemeinsam in zwei verschieden Sprachen gesungen. Das hat bei mir eine Gänsehaut hervorgerufen.

Der andere Moment war, als wir in einer Schule drei Geschenke entgegennehmen durften. Eines der Geschenke war ein Plakat voller Hände. Auf die Hände waren die Namen der Kinder geschrieben. Die Direktorin hat uns erklärt, dass die Kinder gerne jedem einzelnen Kind, welches ein Päckchen für sie gemacht hat, die Hand zum Dank geben würden. Da dies jedoch nicht machbar ist, haben sie ihre Hände aus Papier ausgeschnitten und auf dieses Plakat geklebt. Wir sollen dieses Plakat mitnehmen und in unseren Ländern ein großes DANKESCHÖN verbreiten. 

Am Mittwochabend haben wir uns alle wieder in Chişinău getroffen und den Tag mit einem guten Essen ausklingen lassen.

Am Donnerstagvormittag wurden noch die letzten Päckchen in Kindergärten, Krankenhäusern und Behindertenheimen verteilt, bevor es für uns Abschied nehmen hieß und wir uns wieder auf die lange Reise nach Hause machten. Nach einer weiteren Busfahrt über 42 Stunden sind wir dank unserer super Busfahrer wieder gut in Hanau angekommen.

Der Weihnachtspäckchenkonvoi ist eine super Aktion und ich bin froh, dass ich die Möglichkeit erhalten habe und mitgefahren bin. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein J

An dieser Stelle auch von mir nochmals ein herzliches Dankeschön an alle, die Tag und Nacht dafür gearbeitet haben, dass dieser Weihnachtspäckchenkonvoi überhaupt losfahren konnte und dann auch so reibungslos ablief. 

Yours in friendship,
Manuela Aeppli
Präsidentin 2017/18
Ladies Circle Austria

Montag, 8. Januar 2018

Stefan Fross und die neuen Dächer von Silivas:

Stefan Fross
Rumänien im Dezember 2017 – es ist kurz vor Weihnachten...
Anfang Dezember haben Freunde des „Weihnachtspäckchenkonvoi“ 650 Weihnachtsgeschenke nach Ocna Mures gebracht - einem Ort mit rund 10.000 Einwohner, gelegen zwischen Cluj-Napoca und Alba Iulia. Empfänger der Päckchen ist Attila Pal, Leiter des Kinderheimes „Casa Sanctuary“. Er verteilt die Geschenke aus Deutschland an Kinder in Ocna Mures und in den Dörfern Silivas, Cistei und Unirea.
Es ist der 16. Dezember als ich in Ocna Mures eintreffe. Seit einigen Jahren bin ich für Kinder in Rumänien aktiv und freute mich über den Besuch von Tommy Führer, der eigens für die Verteilung der 650 Weihnachtspäckchen aus Deutschland angereist kam. An diesem Tag findet in einem Gotteshaus die Weihnachtsfeier statt. Auf dem Weg dorthin gibt es eine Küche, die für die rund 400 Kinder der oben genannten Dörfer viermal in der Woche ein Mittagessen zubereitet. Häufig die einzigen warmen Mahlzeiten, die die Kinder erhalten. Vor der Küche steht eine junge Frau, die einen fünf Liter Eimer bei sich hat. Sie hofft auf ein wenig Suppe für sich und ihre Familie. Ihre Hoffnung geht in Erfüllung – in Rumänien, einem EU-Land...

Die Weihnachtsfeier mit rund 250 Kindern ist wundervoll. Es wird zusammen Musik gemacht und gesungen und für die Gäste aus Deutschland gibt es eine besondere Aufführung. Im Anschluss daran verteilt Tommy die Weihnachtspäckchen an die Kinder und Jugendlichen. Es sind häufig die einzigen Geschenke, die die Kinder zu Weihnachten erhalten. Freude, Lachen, leuchtende Kinderaugen – unbeschreibliche Momente in Ocna Mures, waren doch noch im letzten Jahr als Geschenk den Kindern eine Tüte mit einer Mandarine und etwas Süßem gereicht worden.
Nach der Weihnachtsfeier geht es nach Silivas. Dort werden die Päckchen durch Attila Pal am 20.12. verteilt. Silivas ist ein kleines Dorf, 10 km von Ocna Mures entfernt. Dort leben rund 300 Einwohner in Verhältnissen, die an Slums erinnern. Die Hütten, in denen die Menschen wohnen, haben kein fließend Wasser und keine Heizung. Die hygienischen Verhältnisse sind verheerend und in den kalten Wintermonaten erfrieren manchmal Kinder hier im Dorf Silivas.

Bis vor wenigen Monaten besaßen die Hütten kein festes Dach, sondern waren meist mit einer dünnen Folie gedeckt. Dank der Unterstützung von vielen Spendern konnte ich noch im letzten Jahr mit einem kleinen Projektteam für ein festes Dach auf 41 Hütten sorgen. Auch wenn die Situation in Silivas jetzt ein wenig besser wird, ist man immer noch fassungslos. Tommy war sichtlich bewegt und wollte/ konnte sich den Zustand in den Häusern gar nicht mehr ansehen. Das bis dahin erlebte musste er wohl auch erst einmal verarbeiten.
Nach unserem Besuch zeigt uns Attila Pal das Kinderheim „Casa Sanctuary“. Hier leben aktuell rund 40 Kinder und Jugendliche in einem familiären Umfeld. Die finanzielle Situation ist prekär. Da der rumänische Staat pro Tag und pro Kind nur einen Euro zur Verfügung stellt, jedoch acht Euro benötigt werden, ist das Kinderheim auf Spenden angewiesen. In 2016 sind einige Spender weg gefallen, so dass die Mitarbeiter auf Gehalt verzichten müssen, damit man sich nicht von einzelnen Kindern trennen muss. Bedrückt und traurig verlassen Tommy und ich Ocna Mures. mit der Gewissheit: Hier muss noch geholfen werden!
Am nächsten Tag sind wir in Petresti unweit von Sebes. Hier betreibt der Deutsche Matthias Müller seit 1999 das Kinderheim „Casa Onisim“. Aktuell leben rund 80 Kinder hier. Die Kinder kommen aus ähnlichen Verhältnissen wie in Silivas und finden in Petresti ein neues zu Hause. Schicksale, die wir uns kaum vorstellen können. Vor einiger Zeit hat Matthias Müller drei Geschwister aufgenommen, deren drei Brüder und Schwestern verhungert waren – in Rumänien, einem EU-Land...
Wie schon in Ocna Mures ist der Empfang herzlich. Alle Kinder in der „Casa Onisim“ sprechen deutsch und die Verständigung ist einfach. Es wird gelacht und die Kinder zeigen uns ihre Zimmer. Es macht viel Freude, mit den kleinen und großen Bewohnern zu plaudern.
Auch die „Casa Onisim“ lebt von Spenden. Jedes Jahr werden rund 250.000 Euro benötigt. Viel Geld, jedoch ein kleiner Beitrag für die Zukunft von 80 Kindern.
Mit vielen Eindrücken geht es heim nach Deutschland. Überall sind wir herzlich begrüßt und empfangen und trotz aller Armut reich beschenkt worden. Mit Wärme, mit Zuneigung, mit einem Lachen. Wir werden wieder kommen, zu den Kindern nach Ocna Mures und Petresti.

Stefan Fross

Mittwoch, 3. Januar 2018

Barry Durman; Immediate Past President and Community Services GB&I 41 Club


I just wanted to say what a fabulous experience it was to join your Christmas Parcels Convoy for 2017. I had seen the video of your departure on Facebook in 2016 and was amazed by the number of vehicles, so when Bob offered to ask if I could join you in 2017, I said yes please.  


It is an exceptional exercise in logistics and is so good on several Levels: 

1                     It is good for German children to give presents to those less fortunate and to learn about these other countries
2                     It is great for the RT Family with the 4 clubs working side by side collecting the parcels
3                     It is smashing for us to see the children in these countries and to realise that our children are so lucky in comparison
4                     It is nice for the children to receive some welcome Christmas presents.
5                     It is brilliant, for those delivering the presents, fellowship and camaraderie and working together as a team
6                     It is good for International relations, especially if a few more countries get involved 

The highlights for me, apart from spending 48 hours non stop in a coach, were going to a few deprived houses to visit families, seeing children open their presents and getting to know all the “Moldies”.

I was very touched when Manuela from Austria LC, showed the picture of all the Moldovan children’s hands waving to say thank you to the German children, who had donated all the parcels.

I am very hopeful that GB&I 41 Club will play a more active role next year. I know that Dave Campbell and Peter Good, as well as myself, would like to attend next year and we will be trying to set up a collection operation to add to the 132000 parcels we all delivered this time round. It does complement our National Presidents Charity as it is not a fund raising exercise to compete for funds, it is more ACTION. I will be discussing this at our next Board Meeting in a few weeks time 

All the best for 2018 and pleased include us in your planning. It would be great if we could start off with 5000 parcels. 

Barry Durman

PS Thanks to Bob Parton (and Gisela) for being my mentor, translator and home host !!

Freitag, 29. Dezember 2017

Julius Diernhofer, RT 32: Ein „Konvoi-Neuling“ berichtet…

photography I nikita kulikov 
#nikitakulikov #fotograf #frankfurt #photography
Als ich im letzten Oktober zu Round Table (Round Table 32 Regensburg) gestoßen bin, habe ich in den ersten Monaten immer wieder von der Aktion „Weihnachtspäckchenkonvoi“ gehört.
Zu Beginn konnte ich nicht wirklich was damit anfangen, aber als Sinan und Holger dann nach dem Konvoi wieder zurück waren, haben Sie natürlich ausführlich darüber berichtet. Irgendwann in 2017 hab ich mir dann gedacht: hey, da könntest du ja auch (mal) mitfahren.
Nach der Anmeldung herrschte dann erstmal lange Stille; ja ich wusste, dass das Orga-Team ein neues Zentrallager sucht (und dann ja auch gefunden hat) aber als Ende September immer noch keine Zu- oder Absage da war, hab ich mir dann doch langsam Sorgen gemacht, ob es überhaupt klappt. 

Dann, endlich, Anfang Oktober kam die Mail, dass ich mitfahren kann. Ab da stieg einerseits die Vorfreude, andererseits aber auch die Bedenken, was mich da erwartet.
Nach vielen Tips von Holger und Sinan (danke an dieser Stelle), was ich alles mitnehmen bzw. nicht vergessen sollte, aber auch vorsichtigen „Warnungen“, dass es doch ein, positiv wie negativ, sehr beeindruckendes Erlebnis werden kann, habe ich mich dann am 2. Dezember (leider alleine) auf den Weg nach Dresden gemacht um dort zum Konvoi zu stoßen, der ja schon einige Stunden früher in Hanau losgefahren war.
Bei Alexander angekommen sind wir dann von Freunden zum Treffpunkt gebracht worden.

Dort angekommen, kannte ich nur Damian (und ihn auch nur vom sehen).
Aber wie es bei RT (und natürlich auch OT, LC) so ist, kaum ist man in den Bus eingestiegen (und hat sein Gepäck notdürftig verstaut), schon kommt man mit seinen neuen Freunden ganz schnell ins Gespräch (andere schneller, ich brauch da ja immer etwas länger um aufzutauen) und schon nach relativ kurzer Zeit hat sich dann ein Gefühl eingestellt, das ich im Nachhinein als „Konvoi-Gemeinschaft“ bezeichnen würde und bald war es so, als würde man alle schon eine Ewigkeit kennen (frei nach dem RT-Motto: „Meeting old friends for the first time“).
Auch eine gewisse „Camping-Stimmung“ (Stichwort: „Morgenhygiene bei gefühlten 2°C hinter einer Tankstelle“) kam bei mir während der fast zweitägigen Fahrt durchaus auf.
Als wir dann in Odessa ankamen, befürchtete ich (nach den Erfahrungen auf der Fahrt) schon Schlimmstes, jedoch sind wir dort in der ersten Nacht dann in einem, für ukrainische Verhältnisse, luxuriösen Hotel untergebracht gewesen.
Am nächsten Tag dann die erste Lektion des Konvois: „Geduld“. 
Im Zolllager waren dann alle (vor allem die Konvoi-Neulinge) bis in die Haarspitzen motiviert und haben sich nahezu um die Arbeit gerissen, nur um dann gleich durch die Dauer der Abfertigung einen Dämpfer zu erhalten.
Aber irgendwann gings dann ja doch los und wir (Marco, Rolf, Inessa, Michaela, Mirko, Nikita, Nico  und ich) auf unsere Tour, genannt „Odessa-Nord“ machen.
Glück für uns: wir hatten wieder ein Hotel an der Autobahn als Basis. Damit war dann auch die heiße Dusche und ein eigenes Bett gesichert (hätte ja auch schlimmer kommen können).
Bis dahin war es jedoch noch ein (im wahrsten Sinne des Wortes) langer Weg, da wir gleich noch am ersten Abend anfingen, die ersten Umkartons auszuliefern.
Als unser Fahrer dann meinte, dass er von einem Bekannten einen besseren Weg zum ersten Ziel erklärt bekommen habe, keimte schon die leise Hoffnung, dass wir es vielleicht vor Mitternacht ins Hotel schaffen würden.
Nachdem wir dann aber (mit unserem 15-Sitzer und dem 40-Tonner im Schlepptau) auf die vermeintlich bessere Straße eingebogen waren und mit der traurigen Realität ukrainischer Nebenstrecken konfrontiert waren, zerschlug sich diese Hoffnung gleich wieder.
Nach dem Abladen der ersten unserer „nur“ 1800 Päckchen waren wir dann über die eigentlich geplante Straße (die übrigens um einiges besser war) innerhalb von zehn Minuten wieder auf der Autobahn (und haben nicht ca. 25 Minuten gebraucht wie für den Hinweg).
Allmählich wurde mir auch klar warum wir nur so „wenig“ Päckchen dabei hatten und auch deshalb entschieden wir uns dann auch die restlichen Pakete für heute in den Kleinbus zu laden und den Laster schon mal ans Hotel zu schicken.
Zwei Stationen standen am ersten Abend noch aus und schon auf dem Weg zur ersten, stellte sich die vorherige Entscheidung als sehr gut heraus. Warum? Es gibt Nebenstrecken (s. o.) und es gibt Wege (ich spreche an dieser Stelle absichtlich nicht von Straßen), die würden bei uns nicht mal als ausgefahrene Wald- oder Feldwege durchgehen. 
Auch hier wieder die Lektion „Geduld“; wir brauchen den Bus ja noch ein paar Tage.
Irgendwann gegen halb zwei Uhr nachts sind wir dann wieder im Hotel angekommen und alle nach einem verspäteten Mitternachts-Essen sofort in unseren Zimmern verschwunden, weil um neun Uhr am nächsten Tag auch die nächste Tour anstand.
Nachdem wir wieder Päckchen in den Bus umgeladen hatten sind wir dann die ersten Schulen angefahren, in der Hoffnung, dass wir endlich die erhofften strahlenden Kinder-Augen erleben durften, von denen die Konvoi-Veteranen immer wieder erzählten. 
Problem ist nur, dass, wenn der Fahrer nicht genau weiß wo er hinmuss, man in der Ukraine nicht stehenbleibt und fragt, oder jemanden anruft, sondern man fährt einfach erstmal weiter und schaut mal was da noch alles (über Straßen in, für deutsche Verhältnisse, miserablem Zustand) kommt, nur um dann doch nach gefühlten 10km Umweg jemanden anzurufen und nach dem Weg zu fragen.

Schlussendlich waren wir dann gegen Mittag an unserem Ziel, einem Kindergarten angekommen und nach ein paar Formalitäten konnten wir die ersten Päckchen an die Kinder abgeben. 
photography I nikita kulikov 
#nikitakulikov #fotograf #frankfurt #photography
Erst als wir (und ich glaube hier kann ich für alle „Neuen“ in unserem Team sprechen) das Leuchten in den Augen der Kinder und ihre Freude über eine Zahnbürste und Zahnpasta (!!!) sehen konnten, haben wir ansatzweise verstanden, um was es bei der Anstrengung namens „Weihnachtspäckchenkonvoi“ wirklich geht. Nämlich darum, Kindern eine Freude zu machen und sie mit, für uns völlig normalen Gegenständen wie Hygieneartikeln zu versorgen.
Teilweise war die Freude über o. g. Zahnbürste größer, als über irgendwelches Spielzeug oder auch Süßigkeiten, ganz einfach darum, weil die Kinder zwar gelernt bekommen, dass sie ihre Zähne putzen müssen/sollen, aber in den seltensten Fällen überhaupt eine Zahnbürste und/oder Zahnpasta haben!
Danach wurden wir vom Schulleiter kurz zu seinem Haus gebracht, da er mehrere Schulen betreut und wir die dafür vorgesehenen Päckchen in einem Zwischenlager abluden. 
Seine Freude über unser Erscheinen teilte er uns dann auch in Form von selbstgebranntem "Samogon" und da man ja bekanntlich auf einem Fuß nicht steht….. 
Wir mussten uns dann auch eindringlich und mehrmals von ihm verabschieden, sonst wäre womöglich an eine weitere Verteilung von Päckchen nicht mehr zu denken gewesen.
Auch den restlichen Tag quälte unser Fahrer (der natürlich nicht mitgetrunken hatte) den geschätzt mindestens 30 Jahre alten Mercedes-Bus über schlechteste Straßen und nach einem Treffen mit unserem Laster (bei dem wir nochmals Päckchen eingeladen haben) haben wir uns dann nochmal auf den Weg ins nirgendwo gemacht.
photography I nikita kulikov 
#nikitakulikov #fotograf #frankfurt #photography
Ziel war eine Ortschaft, in der ein 11-jähriges Mädchen namens Yuliya mit ihren Eltern, in sogar für ukrainische Verhältnisse ärmlichen Verhältnissen, wohnt. 
Yuliya ist ein sog. „Schmetterlingskind“, d. h. sie hat eine (momentan unheilbare) Haut-Krankheit namens „Epidermolysis bullosa“ (oder auch „Schmetterlingskrankheit“), die sich darin äußert, dass ihre Hautschichten nicht wie gewohnt relativ fest miteinander verbunden sind. Das wiederum bedeutet, dass die Haut schon bei wenig Reibung reißt und sich somit schwer heilende Wunden bilden.  
Vorher hatte Damian noch kurzfristig über den RT-Verteiler einen Spendenaufruf gestartet, mit dem Zweck, Yuliya mit medizinischem Material versorgen zu können.
Als wir dann irgendwo im Nirgendwo angekommen waren (nachdem wir sogar noch eine ältere Dame aufgesammelt hatten, die aber dafür den Weg genau kannte), erwartete uns ein kleines Zimmer in dem die Familie schon auf uns wartete.
Was sie nicht wussten ist, dass am Ende elf Personen mehr in diesem Zimmer waren, um Yuliya die Materialien im Wert von 4500€ zu übergeben zu können.
Nachdem die beiden Kartons ausgepackt waren, begann Nikita ein Telefonat mit dem Vorsitzenden von DermaKIDS e.V. in Berlin um den Eltern zu erklären, wie das Material zu verwenden ist.

In der ganzen Aufregung fiel mir auf, dass die Eltern und ganz im speziellen die Mutter von Yuliya sehr ruhig war und kaum sprach.
Kurz bevor wir dann wieder weiterfuhren, versuchte sie sich für ihre Stille zu entschuldigen und sagte, dass sie das Ganze noch nicht begreifen könne und sagte: „Odessa hilft nicht, Kiev hilft nicht, und ihr, die ihr uns gar nicht kennt, kommt tausende Kilometer zu uns nach Hause!“
Zusammen mit der Stimmung und dem Geschehenen in diesem kleinen Wohnzimmer war genau diese Situation für mich mein ganz persönlicher Konvoi-Moment, der mich dort, am gefühlten Ende der Welt, und auch jetzt noch immer wieder beeindruckt.
Auf dem Rückweg ins Hotel war es dann auch relativ ruhig in unserem kleinen Bus, ob der Anstrengungen des Tages, aber auch weil sich jeder so seine Gedanken über das Erlebte gemacht hat.

Ich für meinen Teil habe hier die zweite Lektion des Konvois gelernt: „Demut“ und die Erkenntnis, dass es uns hier in Deutschland wirklich sehr gut geht und das, was bei uns immer wieder betrieben wird, „Jammern auf allerhöchstem Niveau“ ist. 
Für mich grenzt es an ein Wunder, dass Yuliya überhaupt so alt geworden ist und es ihr den Umständen (die wir beurteilen konnten) entsprechend gut geht. Auch kann man den Eltern (im speziellen ihrer Mutter) ansehen, was für eine Aufopferung und Anstrengungen es erfordert haben muss, sein Kind entgegen aller Widrigkeiten zu pflegen, ohne sich auf ein Sozial- und Krankenversicherungs-System stützen und verlassen zu können, wie wir es kennen.
photography I nikita kulikov 
#nikitakulikov #fotograf #frankfurt #photography

Mit diesen Eindrücken haben wir am letzten Tag nochmals unsere Kräfte gesammelt und unsere restlichen Päckchen an Kinder mit leuchtenden Augen verteilt.
Nicht ohne auch eine Panne an unserem Bus mitzuerleben (was bei den Straßenverhältnissen meiner Ansicht nach längst überfällig war), die aber laut unserem Fahrer Vitali (Zitat: „Den Hinterachs-Stabilisator brauchen wir nicht unbedingt“) nicht so gravierend war, als dass wir nach kurzer Demontage des Stabilisators nicht weiterfahren hätten können.
Abschließend entschieden wir uns, nachdem wir uns von unserem Fahrer Vitali und dem lokalen Guide Sergey verabschiedet hatten, noch ein Stückchen des Weges Richtung Kiev zu fahren und uns weiter nördlich als geplant mit den Odessa-Stadt-Gruppen zu treffen.
Ziel war „Borsti“, ein Hängebauchschwein, das bis vor kurzem unter dem Treppenabgang in einem Autobahn-Rasthof gewohnt hatte (aber mittlerweile ausquartiert wurde und in einer Hütte neben dem Eingang „wohnt“). 
Nach ein paar Bildern von Borsti ließen wir uns von den Bedienungen noch die Speisekarte erklären und gaben die letzten "Hrivna" für unser (im Nachhinein viel zu ausgiebiges) Abendessen aus.

Nachdem uns unser Bus wieder aufgelesen und wir danach auch den Rest der Truppe ein paar Kilometer weiter nördlich wiedergetroffen haben überwog bei den Meisten dann auch die Wiedersehensfreude und die Beruhigung, dass soweit alles ohne größere Probleme verlaufen war.

Nach einer Nacht im Bus war dann am nächsten Tag während der Fahrt noch die (mittlerweile wohl obligatorische) Feedback-Runde fällig.
Bei dieser konnte jeder Konvoi-Teilnehmer (natürlich freiwillig) seine Eindrücke mit allen anderen Mitfahrern teilen. Wenig überraschend lies sich keiner die Chance entgehen, ein paar (oder auch viele) Worte zu sagen.
 Dass diese Feedback-Runde nicht „einfach“ wird hatte ich mir schon gedacht, nachdem die ersten LKW-Fahrer über Funk ihre Eindrücke mitgeteilt haben.

Schon zu diesem Zeitpunkt konnte man ein Knistern im Bus spüren und die ersten Businsassen hatten feuchte Augen.
Was mich zu den nächsten Lektionen bringt: „Teile wenn du etwas hast“ und „wir tun das richtige“.

Als dann auch noch Michaela von ihrem „Konvoi-Moment“ erzählte, nämlich dass ein kleiner Junge in einer Schule, dem sie ein paar Bonbons gegeben hatte, diese unbedingt mit ihr teilen wollte und erst nach Übersetzung verstand, dass dies seine Bonbons sind und er sie nicht teilen muss, hatte gefühlt der ganze Bus Tränen in den Augen, was es für alle folgenden „Sprecher“ nicht einfacher machte. Es hat mir aber auch gezeigt, wie schnell aus vielen „Fremden“ eine Gemeinschaft werden kann, wenn man nur ein gemeinsames Ziel vor Augen hat. 
Auch dass diesen zusammengewürfelten Haufen innerhalb weniger Tage eine tiefe Freundschaft verbindet, hätte ich bei der Abfahrt nicht geglaubt. Dazu kommt, dass diese Gruppe, die nahezu zur Hälfte aus „Neulingen“ bestand, gemeinsam realisiert hat, dass das, was sie in der Woche zuvor getan hat, Sinn macht und gut ist!
Als wir dann an der ukrainisch-polnischen Grenze an dem ca. 20km langen LKW-Stau vorbeifuhren und dann auf der polnischen Seite noch ca. 15 Stunden auf die Abfertigung unserer (leeren) LKW’s warten mussten, kam mir meine erste Lektion (zur Erinnerung: „Geduld“) wieder in den Sinn und ich habe, wenn auch erst ein paar Tage später die Erkenntnis gewonnen, dass man Dinge, die man nicht ändern kann auch einfach mal aussitzen muss ohne sich darüber aufzuregen und damit sinnlos Energie zu verschwenden (die man ziemlich sicher sinnvoller einsetzen kann). 
Auf einem Autobahnrastplatz nahe Dresden war das ganze Erlebnis dann auch schon fast wieder vorbei (es lagen ja noch ein paar Stunden Fahrt vor mir), schneller als ich es mir im Nachhinein gewünscht hätte, denn wenn man die ganzen Einträge in der Whatsapp-Gruppe gesehen hat, hätte die ganze Aktion auch gerne noch länger dauern können.
Nicht, dass sich nicht alle gefreut hätten, wieder zu ihren Familien heimzukommen, aber so ein intensives Gemeinschaftsgefühl habe ich selten erlebt.


"Wie war's denn? - Erzähl' doch mal!" So und ähnlich bin ich in den letzten zweieinhalb Wochen immer wieder gefragt worden... Am Anfang habe ich noch versucht, meine Erlebnisse (teilwiese sehr bildlich umschrieben) möglichst authentisch rüberzubringen. Allerdings habe ich auch bald gemerkt, dass es nahezu unmöglich ist, jemandem auch nur ansatzweise zu erklären, was ich auf der "Reise" namens "Weihnachtspäckchenkonvoi 2017" erlebt habe und welche Eindrücke dabei hängengeblieben sind.
Viele Erlebnisse, positiv wie negativ, habe ich in diesem Text nicht erwähnt oder angesprochen, da es den Rahmen sprengen würde, aber wenn man wollte, könnte man darüber sicher ein (kleines) Buch schreiben.
Abschließend hoffe ich, dass alle Interessierten jetzt zumindest einen kleinen Eindruck bekommen haben, was es heißt beim WPK dabei gewesen zu sein.
Trotz der vielen Bilder und Ausführungen, wird es für einen „Außenstehenden“ immer nur ansatzweise möglich sein, die Emotionen und Eindrücke zu verstehen, die man erlebt, wenn man an dieser grandiosen Aktion teilnimmt.
Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass ich, sollte nichts dazwischenkommen, im Jahr 2018 auf jeden Fall wieder dabei sein möchte; nicht nur des „Dabeiseins“ wegen, sondern weil ich mich auch noch nach fast drei Wochen gerne an den Konvoi zurückerinnere, an die lustigen Momente und an die Erfahrungen die ich gemacht habe und weil ich weiß, dass das, was wir zusammen geleistet haben auch das bewirkt hat was es soll, nämlich vielen Kindern in der Ukraine zu zeigen, dass Kinder in Deutschland an sie denken. 

Auch wenn es schwierig ist Freunden zu erklären, welche Eindrücke der Konvoi hinterlassen hat ist es doch sehr gut darüber zu schreiben, zu reden oder auch nur auf Facebook oder in der Whatsapp-Gruppe zu lesen, weil es mich immer wieder „erdet“ und auch die Wertschätzung unserer Lebens-Umstände wieder auf einen gesunden Stand „zurücksetzt“.


Vielen Dank nochmal an alle Mitfahrer, Organisatoren und anderweitig Beteiligten, die diese wunderbare Aktion unterstützen und möglich gemacht haben!

Es war mir eine große Ehre, dabei sein zu dürfen!
YiK
Julius