Sonntag, 24. November 2019

Eine wohltuend angenehme Tort(o)ur

Als ich als reiner Busfahrer gefragt wurde, ob ich als Lkw-Fahrer mit nach Moldawien fahren könne, sagte ich zu, falls sich kein anderer Fahrer findet - mit der relativen Gewissheit, dass das wohl nicht zum Tragen kommt... so kann man sich irren! Es fand sich kein anderer Fahrer und noch dazu hat keine 48 Stunden vor der Abfahrt noch ein Fahrer krankheitsbedingt absagen müssen

Aber das wirklich Tolle bei uns Tablern ist ja, dass wir nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Lösungen suchen. Über Nacht hat Daniel Spraul vom RT Ortenau zugesagt und mit Uli Felsch, und Ernst Knoch, zwei langjährigen Konvoi-Freunden, sowie mir waren wir ‚komplett‘

Startklar: Uli Felsch (l.), Daniel Spraul (3.v.l.) Peter Krahl, (2.v.r.) Ernst Knoch (r.)

Zusammen mit vielen Helfern haben wir in Kusel die beiden Trucks mit Krankenhausbetten, Rollstühlen, Gehhilfen, Matratzen und vielem anderen medizinischen Gerät beladen. Ein Röntgengerät haben wir schon mitgebracht.

So konnten wir am späten Nachmittag endlich starten und ohne größere Probleme waren wir nach knapp 40 Stunden an der Grenze zu Moldawien. Wer es kennt, die EU-Außengrenzen zu passieren, weiß, dass das durchaus länger dauern kann – aber die 17 Stunden Wartezeit dort waren dann doch etwas überraschend.... so erreichten wir müde, aber glücklich und heil unser Hotel in Chişinău – um Mitternacht.

Dem Sonnenaufgang entgegen...
Und wie das dann immer so ist: wenn man Pech hat, dann richtig! Die Entzollung in Chişinău konnte am Montag nicht vollzogen werden, die Systeme waren ausgefallen! Also noch eine Nacht länger. Zumindest konnten wir diese Nacht früher ins Bett gehen und durften auch länger schlafen - was für eine Wohltat!!!
Chişinău bei Nacht...
Am Dienstag klappte dann so ziemlich alles - mittags war die Verzollung erledigt, zum Entladen hatte der neugegründete RT Chişinău ausreichend Hilfe organisiert!

Gemeirnsam gehts schneller

Bei der Rückfahrt ging es auch an der Grenze flott - nach nicht einmal 3 Stunden waren wir schon in Rumänien. Die knapp 800 Kilometer durch Rumänien waren schon SEHR anstrengend, so dass einem "der Rest" durch Ungarn, Österreich und Deutschland schon fast wir Erholung vorkam.
Müde, aber von einer Zufriedenheit erfüllt, die nur jemand kennt, der sich auch für andere engagiert, waren wir dann Samstag Abend wieder Frankfurt.

Danke, Spedition Raben!
Liebe Freunde – wer je in Moldawien gewesen ist, dürfte sich gewundert haben, dass es in Europa noch solche Armut geben kann. Alles, was wir im Überfluss haben und austauschen, ist dort Mangelware – ob es ganz normale Gehhilfen, Rollstühle oder Gehwagen sind. Von den Ausstattungen der Krankenhäuser vor Ort ganz zu schweigen. JEDE Hilfe ist willkommen!

Und so war dieser Konvoi genau DAS, was Tabler sein für mich bedeutet - ich habe Menschen getroffen, Freunde gefunden und anderen dabei helfen können.

RT/OT – der geilste Club der Welt!
Peter Krahl, OT 352 Brake

Freitag, 8. November 2019

Alles wie immer, aber doch alles neu...

Es war die erste Fahrt im Namen der neuen "Freunde helfen! Konvoi gGmbH", noch dazu erstmals nach Rumänien, zu unseren Freunden von Round Table und Ladies Circle in Drobeta Turnu Severin - einer Stadt die wir bei unseren Fahrten mit dem Weihnachtspäckchenkonvoi kennen und lieben gelernt haben, die uns inzwischen sehr vertraut ist.

Schon im ersten Quartal dieses Jahres kam von Tabler Camillo die Bitte, doch auch mal nach Rumänien zu kommen. Benötigt würden Rollstühle, Betten, Gehhilfen, im Grunde alles, was wir auch sonst immer auf den Weg schicken. Und die Fotos aus den Einrichtungen die er uns geschickt hat waren Grund genug schnell zuzusagen.

Der Sommerkonvoi kommt in Drobeta Turnu Severin an

Mitte Oktober war dann alles klar und die LKWs waren unterwegs auf eine Fahrt in eine vertraute Stadt aber dennoch ins Ungewisse. Denn: wir kennen die Berichte und Bilder aus Moldawien und der Ukraine. Wird unsere Lieferung dort nicht mehr benötigt als in Rumänien? Schließlich bleiben wir in der EU! Und aus tiefstem Herzen wünschten wir uns auch, dass es nicht ganz so arg ist.

Der Empfang durch die Tabler vor Ort war gewohnt herzlich und ein RT-Abend vom Feinsten. Spanferkel, Wein, Țuica, dazu war Kettenübergabe und die Aufnahme eines neuen Tablers. Ein Abend unter Freunden eben. Krönender Abschluss des Abends war eine Hochzeit im Hotel, zu unserer Überraschung und Freude mit vielen Gästen aus Deutschland.

Unsere Helden v.l.: Enrico Rohr, Peter Skiba, Ingo Dedermann, Christian Buscham
Und dann: der Tag der Entladung. Die Betten haben wir zur psychiatrischen Abteilung gebracht, untergebracht in einer alten Kaserne aus dem Jahr 1939, direkt neben dem Gefängnis. Das Angebot, einen Rundgang durch die Gebäude zu machen haben wir natürlich angenommen. Es hat uns nachdenklich gemacht, wie viele Menschen auf wie wenig Platz in viel zu alten, schäbigen Betten untergebracht sind. Aber es hat uns die Gewissheit gegeben, dass wir mit unseren Betten genau am richtigen Platz sind.


In direkter Nachbarschaft ist die pneumologische Abteilung, unser Eindruck allerhöchstens anders, auf keinen Fall besser. Fünf Minuten entfernt stehen die Hautklinik und die Klinik für die Infizierten, beide lassen schon von außen nichts Gutes erahnen. Und drinnen wurden alle Hoffnungen, dass es in der EU sowas nicht geben kann komplett enttäuscht, alle Befürchtungen bestätigt.

Drinnen trugen wir Mundschutz und Handschuhe
Genau wie in der Reha-Klinik, wo man eigentlich meinen sollte, dass es kaum möglich ist, dass... aber das hatten wir ja schon. Unsere Rollstühle und Rollatoren werden dort dringend benötigt.

So, wie wir den Kinden eine Freude mit den Päckchen machen, so waren Erwachsene Menschen begeistert über Hilfsmittel, die bei uns allerhöchstens noch Schrottwert haben.

Auch wenn wir keine Fotos von innen zeigen dürfen: Es ist verdammt wichtig, was wir tun!




Mittwoch, 16. Oktober 2019

Neuer Name, neue Homepage


Seit ein paar Wochen starten die Sommerkonvois unter dem Namen "Freunde helfen! Konvoi"

Warum dieser Name? Wir haben in den vergangenen Jahren in Bulgarien, Moldawien, Rumänien und in der Ukraine - den Zielländern des Weihnachtspäckchenkonvois - viele Freunde gewonnen, die uns Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen gezeigt haben, wo unsere Hilfe dringend benötigt wird.

Freunde helfen! Konvoi – wir sind Freunde und helfen unseren Freunden in den Zielländern.

besucht uns doch mal auf unserer Homepage: 
www.freundehelfenkonvoi.de
oder auf Facebook:
www.facebook.com/freundehelfenkonvoi


Montag, 6. Mai 2019

Die 4 LKWs für Moldawien sind beladen!

Es war dieses Mal nicht ganz so einfach die LKWs zu beladen, denn die Spendenwaren kamen aus der ganze Republik.

Der Süden: Über Bob Parton wurde eine Arztpraxis organisiert. Die Tabler aus Karlsruhe waren tatkräftig dabei und eigentlich sollte das über die Ndl der Sped. Raben in Karlruhe umgeladen werden. Wenn da nicht die Bremsen des Aufliegers zugegangen wären haha. In der Straße einen Stapler organisiert und auf freier Fläche umgeladen. Hier noch meinen Dank für die Hilfe! Besonderen Dank an Philipp Kayser, der den LKW von Freiburg, über Dettingen (S) nach Karlsruhe und von da nach Kusel gefahren hat.



Weiter aus dem Süden kamen dann 170 Hochbetten, die in der Nähe Freiburg über RT Lahr organisiert und verladen wurden. Dank hier auch an den Fahrer von Karlkristian Dischinger, der uns den Wagen nach Kusel gefahren hat.

Im Norden hat Nils einen kompletten Zug in Hamburg bei Tobi Grossmann übernommen, und ist damit nach Holzminden gefahren. Hier wurden am Samstag Krankenhausbetten, mit starker Unterstützung von RT Höxter- Holminden,  verladen.  Besonderer Dank hier an David und Max Lüdeke, die das vor Ort alles organisiert haben.

Der nächste LKW ist von Ingo Dedermann von Porta nach Versmold gelenkt worden. Hier hat er einen Auflieger von Nagel übernommen (Dank an Rolf und Mirko) und diesen dann am Samstag in Bielefeld mit seinem Team geladen. Dank an Ingo und besonders an Petra Sandmann, die wieder alle Spendenwaren aus Bielefeld organisiert haben.
… und was da alles reinpasst: 
Heute Abend stehen dann alle 4 Trucks in Frankfurt, werden beklebt, betankt, bekommen Funkgeräte eingebaut, werden mit Frachtpapieren komplettiert und starten dann am Dienstagmorgen. 

Ich freue mich auf die 8 Fahrer heute Abend, die bis nächste Woche wieder 5.000 KM hinter sich bringen. Gute Fahrt!



Dienstag, 2. April 2019

LKW- Fahrer für den 3. Sommerkonvoi im Mai gesucht

Guten Morgen Freunde,
bereits 2 Sommerkonvois waren in 2019 schon erfolgreich unterwegs. Wir waren mit jeweils 2 Trucks in Odessa und Chişinău.
Jetzt ist der 3. Sommerkonvoi in Planung. Dieses Mal werden wir wahrscheinlich mit 3 LKWs nach Comrat/ Gagausien und 1 LKW nach Chişinău/ Moldawien fahren.
Start: Dienstag, 07.05.2019 bis Dienstag, 14.05.2019
2 Fahrer sind schon fix, so dass noch 6 Fahrer gesucht werden.
Ihr habt Lust und könnt Euch frei nehmen? Bitte setzt Euch mit mir in Verbindung über fuehrer@wpk-ggmbh.de  
Die Besonderheit für diese Tour ist die Charterfeier unseres 1. Konvoibabys, des RT 1 Chişinău/ Moldawien, die vom 10. bis 12. Mai stattfindet.
Für die Verladung benötigen wir auch wieder Hilfe:
Kusel: Samstag, 04. Mai ab 9.00 Uhr
Holzminden: Samstag, 04. Mai ab 9.00 Uhr
Beste Konvoigrüße und ein herzliches Danke
Euer Tommy

Samstag, 9. März 2019

Der 2. Sommerkonvoi 2019 ist unterwegs:



Werner Bethke, Linas Raschutis, 
Uwe Garben und Jens Dirian
Die 2 Trucks wurden heute in Kusel verladen und in Richtung Moldawien verabschiedet. Mit an Bord Krankenhausbetten, Rollstühle, Patientenlifter, mobile Sauerstoffgeräte (eins aus der letzten Lieferung nach Chişinău/ Moldawien hatte einer hochschwangeren Frau und ihrem Baby das Leben gerettet), Ultraschallgeräte u.v.m..

Mit jeder Verladung geht es schneller, da wir mittlerweile den 19. LKW aus und in Kusel verladen haben. Hier noch unsere Hochachtung vor Bernd Moser, der die Sachen alle mit seinem Transporter in den Krankenhäusern abholt und im Lager auf Funktionalität überprüft, repariert und für unseren Sommerkonvoi bereit stellt. Bernd, unsere Hochachtung für Deine Leistung!


Bernd Moser hier im Bild mit Bob Parton, die 2 Youngsters des Teams.
Vielen Dank auch an die unermüdlichen Helfer von LC, RT und OT. Nur so geht es!

Es würde die ganze Beladung aber extrem vereinfachen, könnten wir einen gesponserten Stapler in Kusel nutzen. Sicherlich schaut Ihr jetzt alle in Euren Firmen nach, ob so ein Stapler für Kusel über ist :-) und das ist gut so!














Samstag, 2. März 2019

Der 1. Sommerkonvoi 2019 rollt:

v.l.: Nils Winkler, Peter Skiba, Christian Buscham und Ingo Dedermann
Heute, um 11 Uhr, startete der 1. Sommerkonvoi mit 2 Trucks nach Odessa/ Ukraine.
Die 2.500 km lange Strecke dürfte das Team dann am Montagmittag erreichen.
Mit an Bord Krankenhausbetten, Ultraschallgeräte, OP-Bestecke, Pflegezimmer, Rollstühle, etc..
Der Startpunkt war dieses Mal nicht Kusel oder Hanau, denn der Norden hat gesammelt.

Die Krankenhausbetten
wurden über David Lüdeke (OT 150 Höxter-Holzminden) von der KHWE organisiert. Nicht nur, dass die Beschaffung organisiert wurde, sondern die KH- Betten wurden zwischengelagert und mit der Hilfe von RT und OT verladen.

64 Pflegezimmer wurden über Ingo Dedermann und Petra Sandmann (TC) beschafft. Was die Mannschaft um Ingo bei der Barczewski GmbH für die gute Sache leistet ist unglaublich. Die ganze Firma hat tatkräftig bei der Verladung geholfen. Ingo, Du hast ein tolles Team!

Bevor solch ein Konvoi auf die Reise geht, bedarf es immer ein paar kleiner Vorbereitungen. Vielen Dank an Christian Buscham, der mit mir (Tommy) schon am Mittwoch in Frankfurt 2 Maschinen übernommen hat. Von da aus war Passau, das Ziel um die LKWs um die Auflieger zu ergänzen. Die Züge konnten wir dann in Regensburg zwischenparken und haben da übernachtet. 
Dank hier an Julius (RT Regensburg), der Hotel und Parkplatz klar gemacht hat. Und der liebe Michael (OT und Chef des besten Gravenreuther) hätte uns des Nachts auch noch eine Wurstplatte hergerichtet, wurde aber dann doch später. Michael, das nächste Mal, versprochen!
v.l.: Christian, Julius , Tommy und Michael
Donnerstag begann mit einem Frühstück unter Freunden. Beide Regensburger Tabler, aber auch Anja Spangel von der Stadtverwaltung Regensburg und meiner Nichte Alisha mit Ihrem Sohn Adam,
Premiere für Adam und seinen Großonkel:-).

Auch eine Zuladung bekamen wir von Anja Spangel noch. 7 Kisten mit Verbandsmaterial und Windeln. Danke dafür und die herzliche Aufnahme in der Partnerstadt von Odessa!
v.l.: Christian Buscham, Anja Spangel, Tommy Führer
Danach ab nach Frankfurt. Der Teamleiter des WPK- Ukraine, Maksim, sah bei der letzten Weihnachtspäckchenverteilung 2017 im Norden von Odessa, in einem Behindertenheim, den dringenden Bedarf an Rollstühlen. Maksim bat uns für das Heim 19 Rollstühle zu organisieren.
Na klar machen wir das. Zuladung in Frankfurt.

Den 4 Fahrer des 1. Sommerkonvois 2019 bleibt nur noch zu sagen:
Jungs, kommt gut an und …. auch wieder zurück!



PS: Mein besonderer Dank geht an Christian Buscham und Peter Skiba. Nachdem die erste Besatzung leider krank wurde (auch von hier aus beste Genesung und... Ihr fahrt den Nächsten), sind die Beiden eingesprungen. Hier auch an den Chef und die Kollegen auf dem Schiff: Danke, dass Ihr das klar gemacht und uns Peter geschickt habt!

Montag, 18. Februar 2019

Side by Side in Kusel:

Um einen LKW auf den Weg nach Moldawien zu bringen, muss natürlich vorher die Aufnahme der Artikel und die Erstellung einer Ladeliste erfolgen. Heute hatte ich Unterstützung von Inessa von LC Heidelberg. Nach ca. 2 Stunden war die Liste fertig und nun können die Fracht- und Zollpapiere erstellt werden. Die Verladung des 2. Sommerkonvois findet am 09.03.19, ab 9 Uhr in Kusel statt. Ihr wollt helfen? Na klar, wir freuen uns!










Unser unermüdlicher Helfer für die gute Sache: Bernd Moser


Side by Side: Starke Unterstützung von Inessa

Freitag, 25. Januar 2019

Petra Sandmann, WPK`18, meine Eindrücke:




Rückblick 2018

Am 08.02.2019 bin ich von der Selbsthilfegruppe Stroke Families eingeladen worden, um rückblickend über den Weihnachtspäckchenkonvoi 2018 erzählen zu dürfen. Das war mir eine sehr große Freude denn hierbei konnte ich erneut von dem großartigen Projekt erzählen.

Ich blicke zurück auf die letzten 3 Monate und es fühlt sich an, als wäre der 1. Dezember erst gestern gewesen. Der WPK 2018 hat erneut eine Menge Eindrücke in mir hinterlassen. 

Wie jedes Jahr beginnt diese Tour für uns bereits kurz vor den Herbstferien.  Für mich persönlich ist der Konvoi das ganze Jahr über präsent. Ich gehe hinaus und erzähle mit Begeisterung von diesem besonderen Projekt. Es sind so unfassbar schöne und bewegende Momente wenn den Kindern in Moldawien, Rumänien, Ukraine und Bulgarien das Weihnachtspäckchen übergeben wird. Die Armut wird in diesem Augenblick von dem magischen Moment überholt. Das fühlt sich richtig wie Weihnachten an, denn hier versuchen die Menschen den Tag zu überleben, Perspektiven gibt es keine. In diesen Ländern, die teilweise zur Europäischen Union gehören kann man die Armut nicht nur sehen, man kann sie auch fühlen. 

Ich habe mich dieses Jahr wieder für Moldawien entschieden. Das 3. Mal! Das erste Jahr war ich dabei als die Päckchen im Norden verteilt wurden, im zweiten Jahr im Süden und dieses Jahr hatte ich den Wunsch nochmal dabei zu sein wenn es in den Norden geht.

Anders als in den Jahren davor, hatten wir wesentlich mehr Päckchen, ca. 4.000, zu verteilen - eine große Herausforderung!
Unser 13-köpfiges Team, zusammengewürfelt aus ganz Deutschland und Dänemark, hat diese Herausforderung mit unglaublich viel Freude und Spaß wunderbar gemeistert. Für jeden von uns gab es viele besondere emotionale Erlebnisse. 

Wir steuerten die entlegensten Orte an, um auch dort die Kinderaugen strahlen zu lassen.. 

Einige Einrichtungen kannte ich bereits vom 1. Jahr, somit war die Wiedersehensfreude groß und an Herzlichkeit kaum zu überbieten. Mit jedem Besuch nehme ich neue Eindrücke und Erfahrungen mit. Dieses Jahr waren sie noch intensiver als die letzten Male.
 
Mein bedeutungsvollster Moment begab sich am letzten Tag dieser Reise. Wir fuhren noch einige Kinderheime in der Hauptstadt an. Diesmal waren auch ein Obdachlosenheim für Kleinkinder dabei. Jeder kann sich vorstellen wie ich mich als Mutter gefühlt habe. Aber wie erst müssen sich die Mütter gefühlt haben, die ihr Kind hier ausgesetzt haben. Ich bin sicher, es hat ihnen das Herz herausgerissen. Ist es nicht auch eine Form von Liebe, wenn sie weiß, dass ihr Kind hier besser versorgt ist als bei ihr?  Die Kinder sind solange in dem Obdachlosenheim bis es für sie eine weitere Möglichkeit der Unterbringung gibt. Sei es eine Adoption oder ein längerfristiger Aufenthalt in einem Kinderheim. Ich bin froh, dass es diese Heime gibt.  Wir kamen in der Mittagsstunde an. Die Kinder lagen friedlich in ihren Bettchen, wir legten die Weihnachtpäckchen leise und vorsichtig am Bett ab. In einem der Zimmer waren einige noch nicht ganz eingeschlafen. Somit hatte ich das Glück mit ansehen zu dürfen wie ein Junge, ca. zwei Jahre alt, neugierig, und mit großen Augen sein Geschenk sah und versuchte es auszupacken. Als er dann endlich den Deckel vom Karton abnehmen konnte, die vielen schönen,
liebevoll bedachten Kleinigkeiten sah, leuchteten seine Augen. Und er strahlte umso mehr als er endlich ein „Fritt“ Gummi als seins betrachtete und es fix in den Mund steckte. Das war ein wunderschönes Gefühl!  Ich bin dankbar und glücklich, dass ich wieder dabei war. Mein herzliches Dankschön gilt den Kindern in Deutschland und allen Beteiligten an diesem Projekt, sowie meinem coolen Team vor Ort. 

Es war eine großartige Zeit mit Euch!  
Nach dem Konvoi ist vor dem Konvoi...  
Eure Petra