von Peter Skiba:
Bevor wir mit
unseren Erlebnissen beginnen, "etwas Werbung" für die Fahrschule am Dobrock: Andrea Skiba (wir haben kurz vor der Faher geheiratet) hat dort ihren LKW-Führerschein gemacht - extra für den Konvoi. Andrea hat sich auf ihrer ersten Tour großartig
geschlagen. Das haben die Grenzkontrollen an der rumänisch-moldawischen Grenze
uns bestätigt. Sie usste an der Grenze extra aussteigen, da die Beamten es
nicht glauben konnten, wie sie souverän durch die Grenze schlich.
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Gruppenbild mit Andrea: zum ersten Mal sind wir mit einer LKW-Fahrerin gestartet
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Dieser Konvoi
startete ansonsten unter keinem guten Stern, da alle Touren zuvor coronabedingt abgesagt
wurden. Stattdessen stellten wir alle unsere Güter dem Katastrophenschutz
Hessen zur Verfügung für eine unbestimmte Zeit.
Im Juni hieß
es, wir können wieder fahren, also auf nach Kusel und Fritzlar um die Bestände
zu checken, da vieles auseinander und durcheinander kam. Touren wurden geplant,
Fahrer und LKW wurden zusammengesucht und die Routen der Fahrzeuge wurden
erstellt. Vom hohen Norden über Fritzlar Bielefeld und Höxter-Holzminden
wurden dann alle Hilfsgüter zusammen per LKW in Kusel zusammengestellt.
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Beladen in Kusel: wie immer bis unters Dach!
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Am Morgen des
18. Juni standen etwa 30 Ladies, Tabler und Freunde in Kusel bereit, um die
restlichen LKW zu beladen. Gegen Abend konnte dann der Konvoi mit sechs
Lastzügen in Richtung Rumänien und Moldawien starten. Zwei LKW waren für
Câmpulung in Rumänien bestimmt, zwei weitere Fahrzeuge für Chișinău in Moldawien.
Ein weiterer LKW für Comrat und der sechste Lastzug für ein Krankenhaus in
Ceadîr-Lunga.
Geliefert
wurden eine Zahnarztpraxis, eine komplette Physiopraxis aus Neumünster mit
einem Wert allein von ca. 30.000 Euro in einem Top Zustand, Krankenhausbetten, Beatmungsgeräte,
Ultraschallgeräte, um nur einige Dinge zu nennen.
Zwei LKWs wurden zusätzlich über Freunde helfen! Konvoi Dresden nach Liviv von Fritzlar aus
auf den Weg geschickt.
Nach etwa zwei
Tagen Fahrt wurden alle LKW an Ihrem Zielort erwartet, entzollt und
entladen. In Moldawien hat es der Konvoi
in Chişinău sogar in die Prime Time Nachrichten geschafft. Round Table
Deutschland und Round Table Moldawien wurden gemeinsam erwähnt. Normalerweise
sprechen die Nachrichtenagenturen über keine ausländischen Organisationen, aber
in Zeiten von Corona hat sich dieses Bild anscheinend gewandelt.
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Sogar die Nachrichten interessieren sich für uns!
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Ohne unser
großartiges Netzwerk an Freunden vor Ort wäre auch so eine unkomplizierte
Entladung der Geräte von teilweise 400 kg von Hand nicht möglich, da teilweise
Entladungsmöglichkeiten wie Gabelstapler etc. vor Ort fehlen.
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"Tankstelle"
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Nach weiteren
48 Stunden und einem morgendlichen Corona-Test machten sich alle vier LKW aus
Moldawien wieder auf den Rückweg. In Rumänien durften wir die Transitstrecken
coronabedingt nicht verlassen, in Ungarn waren auf dem Hinweg schon nur
bestimmte Grenzübergänge geöffnet und Österreich hatte um Mitternacht auch
wieder die Maskenpflicht eingeführt. Nach rund 6.400 km und einer Fahrzeit von
bis zu 10 Tagen sind alle Fahrer wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen.
In Rumänien und
Moldawien fehlt es nach wie vor an grundsätzlichen Dingen der
Gesundheitsversorgung, vor allem im ländlichen Bereich und kleineren Städten.
Wir als Freunde
helfen! Konvoi-Team sind davon überzeugt, dass wir das Richtige tun. So können
wir Dinge aus dem medizinischen/ pflegetechnischen Bereich, die hier nicht mehr
benötigt werden, weil diese nicht mehr der Norm oder Aktualität entsprechen,
anderen Menschen, Kliniken und Krankenhäusern im Ausland die Geräte zur
Verfügung stellen.
Wir hoffen auch
langfristig auf weitere Zuwendungen und Spenden, da wir durch dieses Projekt
die Nachhaltigkeit der gelieferten Produkte verbessern, da sie nicht vernichtet
werden, sondern an einem anderen Ort weiter zum Einsatz kommen. Mein besonderer
Dank geht auch dieses Mal an die Fahrer, die ihre Zeit oder/und ihren Urlaub
für diesen Konvoi geopfert haben.
Wir möchten uns
auch bei allen Ladies und Tablern bedanken, da uns eine ungeahnte Welle der
Unterstützung von dieser Seite entgegenschlug. Von Cuxhaven über Husum,
Süderlügum, Neumünster, Brake, Karlsruhe bis Saarbrücken.
Vielen Dank an
alle kleinen und großen Krankenhäuser und Arztpraxen, die uns die Hilfsgüter
zur Verfügung gestellt haben. Ohne Euch hätte dieser Konvoi auch nicht
stattgefunden.
Und danke an unsere Unterstützer, angefangen bei der Bremer Logistik Spedition, die einen
kompletten Lastzug mit Fahrer zur Verfügung gestellt hat. Dann hat sich die
Raben Group wieder mit zwei Trailern und einem Zugfahrzeug mit zwei Fahrern
beteiligt. Charterway Bremen und Frankfurt hat uns wie immer unkompliziert
unterstützt.
Die Helden dieser Fahrt:
Artur der Engel
Andrea Skiba
Bruno Hoch
Christoph Reber
Daniel Spraul
Greg Köhler
Jens Dirian
Michael Fülle
Peter Krahl
Peter Skiba
Stefan Pearson
Stephan Hoeppchen