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Mittwoch, 28. Oktober 2020

5. Sommerkonvoi - Fotosammlung

Am Samstag, 24. Oktober, sind unsere Helden an Nachmittag in Heidelberg als Konvoi gestartet.

Mittwoch, 28. Oktober, waren sie wieder in der Heimat - alle mit negativen COVID-Tests.

hier seht Ihr ein paar Eindrücke von der Tour:

Beladung in Husum:





Beladung in Heidelberg:








Entladung in Drobeta Turnu Severin:








 


 zwei tolle Abende mit unseren Freunden:




 

Fahrt zurück inklusive Stau in Deutschland:






 Großartig, Jungs!

Samstag, 22. August 2020

4. Sommerkonvoi 2020: Ein voller Erfolg trotz Corona

von Peter Skiba:

Bevor wir mit unseren Erlebnissen beginnen, "etwas Werbung" für die Fahrschule am Dobrock: Andrea Skiba (wir haben kurz vor der Faher geheiratet) hat dort ihren LKW-Führerschein gemacht - extra für den Konvoi. Andrea hat sich auf ihrer ersten Tour großartig geschlagen. Das haben die Grenzkontrollen an der rumänisch-moldawischen Grenze uns bestätigt. Sie usste an der Grenze extra aussteigen, da die Beamten es nicht glauben konnten, wie sie souverän durch die Grenze schlich.

Gruppenbild mit Andrea: zum ersten Mal sind wir mit einer LKW-Fahrerin gestartet

Dieser Konvoi startete ansonsten unter keinem guten Stern, da alle Touren zuvor coronabedingt abgesagt wurden. Stattdessen stellten wir alle unsere Güter dem Katastrophenschutz Hessen zur Verfügung für eine unbestimmte Zeit.

Im Juni hieß es, wir können wieder fahren, also auf nach Kusel und Fritzlar um die Bestände zu checken, da vieles auseinander und durcheinander kam. Touren wurden geplant, Fahrer und LKW wurden zusammengesucht und die Routen der Fahrzeuge wurden erstellt. Vom hohen Norden über Fritzlar Bielefeld und Höxter-Holzminden wurden dann alle Hilfsgüter zusammen per LKW in Kusel zusammengestellt.

Beladen in Kusel: wie immer bis unters Dach!
 Am Morgen des 18. Juni standen etwa 30 Ladies, Tabler und Freunde in Kusel bereit, um die restlichen LKW zu beladen. Gegen Abend konnte dann der Konvoi mit sechs Lastzügen in Richtung Rumänien und Moldawien starten. Zwei LKW waren für Câmpulung in Rumänien bestimmt, zwei weitere Fahrzeuge für Chișinău in Moldawien. Ein weiterer LKW für Comrat und der sechste Lastzug für ein Krankenhaus in Ceadîr-Lunga.

Geliefert wurden eine Zahnarztpraxis, eine komplette Physiopraxis aus Neumünster mit einem Wert allein von ca. 30.000 Euro in einem Top Zustand, Krankenhausbetten, Beatmungsgeräte, Ultraschallgeräte, um nur einige Dinge zu nennen.

Zwei LKWs wurden zusätzlich über Freunde helfen! Konvoi Dresden nach Liviv von Fritzlar aus auf den Weg geschickt.

Nach etwa zwei Tagen Fahrt wurden alle LKW an Ihrem Zielort erwartet, entzollt und entladen. In Moldawien hat es der Konvoi in Chişinău sogar in die Prime Time Nachrichten geschafft. Round Table Deutschland und Round Table Moldawien wurden gemeinsam erwähnt. Normalerweise sprechen die Nachrichtenagenturen über keine ausländischen Organisationen, aber in Zeiten von Corona hat sich dieses Bild anscheinend gewandelt.

Sogar die Nachrichten interessieren sich für uns!
 Ohne unser großartiges Netzwerk an Freunden vor Ort wäre auch so eine unkomplizierte Entladung der Geräte von teilweise 400 kg von Hand nicht möglich, da teilweise Entladungsmöglichkeiten wie Gabelstapler etc. vor Ort fehlen.

"Tankstelle"
Nach weiteren 48 Stunden und einem morgendlichen Corona-Test machten sich alle vier LKW aus Moldawien wieder auf den Rückweg. In Rumänien durften wir die Transitstrecken coronabedingt nicht verlassen, in Ungarn waren auf dem Hinweg schon nur bestimmte Grenzübergänge geöffnet und Österreich hatte um Mitternacht auch wieder die Maskenpflicht eingeführt. Nach rund 6.400 km und einer Fahrzeit von bis zu 10 Tagen sind alle Fahrer wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen.

In Rumänien und Moldawien fehlt es nach wie vor an grundsätzlichen Dingen der Gesundheitsversorgung, vor allem im ländlichen Bereich und kleineren Städten.

Wir als Freunde helfen! Konvoi-Team sind davon überzeugt, dass wir das Richtige tun. So können wir Dinge aus dem medizinischen/ pflegetechnischen Bereich, die hier nicht mehr benötigt werden, weil diese nicht mehr der Norm oder Aktualität entsprechen, anderen Menschen, Kliniken und Krankenhäusern im Ausland die Geräte zur Verfügung stellen.

Wir hoffen auch langfristig auf weitere Zuwendungen und Spenden, da wir durch dieses Projekt die Nachhaltigkeit der gelieferten Produkte verbessern, da sie nicht vernichtet werden, sondern an einem anderen Ort weiter zum Einsatz kommen. Mein besonderer Dank geht auch dieses Mal an die Fahrer, die ihre Zeit oder/und ihren Urlaub für diesen Konvoi geopfert haben.

Wir möchten uns auch bei allen Ladies und Tablern bedanken, da uns eine ungeahnte Welle der Unterstützung von dieser Seite entgegenschlug. Von Cuxhaven über Husum, Süderlügum, Neumünster, Brake, Karlsruhe bis Saarbrücken.

Vielen Dank an alle kleinen und großen Krankenhäuser und Arztpraxen, die uns die Hilfsgüter zur Verfügung gestellt haben. Ohne Euch hätte dieser Konvoi auch nicht stattgefunden.

Und danke an unsere Unterstützer, angefangen bei der Bremer Logistik Spedition, die einen kompletten Lastzug mit Fahrer zur Verfügung gestellt hat. Dann hat sich die Raben Group wieder mit zwei Trailern und einem Zugfahrzeug mit zwei Fahrern beteiligt. Charterway Bremen und Frankfurt hat uns wie immer unkompliziert unterstützt.

Die Helden dieser Fahrt:

Artur der Engel

Andrea Skiba

Bruno Hoch

Christoph Reber

Daniel Spraul

Greg Köhler

Jens Dirian

Michael Fülle

Peter Krahl

Peter Skiba

Stefan Pearson

Stephan Hoeppchen

Sonntag, 15. März 2020

Helfen ja, aber gesund bleiben

Wir kommen in die Zielländer, aber nicht mehr zurück.

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Freunde, die sich Urlaub nehmen um Gutes zu tun, liegt uns als oberste Priorität am Herzen!


Aus diesem Grund werden wir die geplanten Konvois nach Moldawien im April und nach Rumänien im Mai nicht durchführen.

Wer uns kennt, weiß, dass unser Herzblut darin steckt, aber hier müssen wir sofort reagieren und Entscheidungen treffen.

Sobald sich die Situation entschärft und wieder klare Verhältnisse bestehen, sind wir wieder mit unseren Sommerkonvois unterwegs.

Die Hilfstransporte werden dringend benötigt und wir freuen uns, wenn Ihr uns alle bei der Umsetzung zur Seite steht!

Bitte bleibt GESUND!

Bis dahin
Euer Team des Freunde helfen! Konvois

Sonntag, 9. Februar 2020

Es geht weiter!

Nach einer kurzen Winterpause geht es beim Freunde helfen! Konvoi, dem 'Sommerkonvoi' weiter:
Gestern, Samstag, haben wir in unserer Lagerhalle in Kusel Inventur gemacht, wo unser Freund Bernd Moser wieder jede Menge Material zusammengetragen hat.

Unser Freund Bernd Moser (2.v.r.) hat wieder fleißig gesammelt, Christian, Peter und Tommy (v.l.) haben am Samstag in Kusel Inventur gemacht



Pflegebetten, unzählige Matratzen, Rollstühle, Patientenlifter dazu ungefähr fünf Tonnen Verbrauchsmaterial wie Einmalhandschuhe, Tücher und Spritzen.

Palettenweise Verbrauchsmaterial - fast fünf Tonnen

Auch unsere anderen Lager im Norden sind voll, unsere nächsten Hilfstransporte nach Moldawien, Rumänien und in die Ukraine können also nach und nach starten.

Die neue grüne Jacke...

Sonntag, 24. November 2019

Eine wohltuend angenehme Tort(o)ur

Als ich als reiner Busfahrer gefragt wurde, ob ich als Lkw-Fahrer mit nach Moldawien fahren könne, sagte ich zu, falls sich kein anderer Fahrer findet - mit der relativen Gewissheit, dass das wohl nicht zum Tragen kommt... so kann man sich irren! Es fand sich kein anderer Fahrer und noch dazu hat keine 48 Stunden vor der Abfahrt noch ein Fahrer krankheitsbedingt absagen müssen

Aber das wirklich Tolle bei uns Tablern ist ja, dass wir nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Lösungen suchen. Über Nacht hat Daniel Spraul vom RT Ortenau zugesagt und mit Uli Felsch, und Ernst Knoch, zwei langjährigen Konvoi-Freunden, sowie mir waren wir ‚komplett‘

Startklar: Uli Felsch (l.), Daniel Spraul (3.v.l.) Peter Krahl, (2.v.r.) Ernst Knoch (r.)

Zusammen mit vielen Helfern haben wir in Kusel die beiden Trucks mit Krankenhausbetten, Rollstühlen, Gehhilfen, Matratzen und vielem anderen medizinischen Gerät beladen. Ein Röntgengerät haben wir schon mitgebracht.

So konnten wir am späten Nachmittag endlich starten und ohne größere Probleme waren wir nach knapp 40 Stunden an der Grenze zu Moldawien. Wer es kennt, die EU-Außengrenzen zu passieren, weiß, dass das durchaus länger dauern kann – aber die 17 Stunden Wartezeit dort waren dann doch etwas überraschend.... so erreichten wir müde, aber glücklich und heil unser Hotel in Chişinău – um Mitternacht.

Dem Sonnenaufgang entgegen...
Und wie das dann immer so ist: wenn man Pech hat, dann richtig! Die Entzollung in Chişinău konnte am Montag nicht vollzogen werden, die Systeme waren ausgefallen! Also noch eine Nacht länger. Zumindest konnten wir diese Nacht früher ins Bett gehen und durften auch länger schlafen - was für eine Wohltat!!!
Chişinău bei Nacht...
Am Dienstag klappte dann so ziemlich alles - mittags war die Verzollung erledigt, zum Entladen hatte der neugegründete RT Chişinău ausreichend Hilfe organisiert!

Gemeirnsam gehts schneller

Bei der Rückfahrt ging es auch an der Grenze flott - nach nicht einmal 3 Stunden waren wir schon in Rumänien. Die knapp 800 Kilometer durch Rumänien waren schon SEHR anstrengend, so dass einem "der Rest" durch Ungarn, Österreich und Deutschland schon fast wir Erholung vorkam.
Müde, aber von einer Zufriedenheit erfüllt, die nur jemand kennt, der sich auch für andere engagiert, waren wir dann Samstag Abend wieder Frankfurt.

Danke, Spedition Raben!
Liebe Freunde – wer je in Moldawien gewesen ist, dürfte sich gewundert haben, dass es in Europa noch solche Armut geben kann. Alles, was wir im Überfluss haben und austauschen, ist dort Mangelware – ob es ganz normale Gehhilfen, Rollstühle oder Gehwagen sind. Von den Ausstattungen der Krankenhäuser vor Ort ganz zu schweigen. JEDE Hilfe ist willkommen!

Und so war dieser Konvoi genau DAS, was Tabler sein für mich bedeutet - ich habe Menschen getroffen, Freunde gefunden und anderen dabei helfen können.

RT/OT – der geilste Club der Welt!
Peter Krahl, OT 352 Brake

Freitag, 8. November 2019

Alles wie immer, aber doch alles neu...

Es war die erste Fahrt im Namen der neuen "Freunde helfen! Konvoi gGmbH", noch dazu erstmals nach Rumänien, zu unseren Freunden von Round Table und Ladies Circle in Drobeta Turnu Severin - einer Stadt die wir bei unseren Fahrten mit dem Weihnachtspäckchenkonvoi kennen und lieben gelernt haben, die uns inzwischen sehr vertraut ist.

Schon im ersten Quartal dieses Jahres kam von Tabler Camillo die Bitte, doch auch mal nach Rumänien zu kommen. Benötigt würden Rollstühle, Betten, Gehhilfen, im Grunde alles, was wir auch sonst immer auf den Weg schicken. Und seine Schilderungen vom Zustand der Einrichtungen waren Grund genug schnell zuzusagen.

Der Sommerkonvoi kommt in Drobeta Turnu Severin an

Mitte Oktober war dann alles klar und die LKWs waren unterwegs auf eine Fahrt in eine vertraute Stadt aber dennoch ins Ungewisse. Denn: wir kennen die Berichte und Bilder aus Moldawien und der Ukraine. Wird unsere Lieferung dort nicht mehr benötigt als in Rumänien? Schließlich bleiben wir in der EU! Und aus tiefstem Herzen wünschten wir uns auch, dass es nicht ganz so arg ist.

Der Empfang durch die Tabler vor Ort war gewohnt herzlich und ein RT-Abend vom Feinsten. Spanferkel, Wein, Țuica, dazu war Kettenübergabe und die Aufnahme eines neuen Tablers. Ein Abend unter Freunden eben. Krönender Abschluss des Abends war eine Hochzeit im Hotel, zu unserer Überraschung und Freude mit vielen Gästen aus Deutschland.

Unsere Helden v.l.: Enrico Rohr, Peter Skiba, Ingo Dedermann, Christian Buscham
Und dann: der Tag der Entladung. Die Betten haben wir zur psychiatrischen Abteilung gebracht, untergebracht in einer alten Kaserne aus dem Jahr 1939, direkt neben dem Gefängnis. Das Angebot, einen Rundgang durch die Gebäude zu machen haben wir natürlich angenommen. Es hat uns nachdenklich gemacht, wie viele Menschen auf wie wenig Platz in viel zu alten, schäbigen Betten untergebracht sind. Aber es hat uns die Gewissheit gegeben, dass wir mit unseren Betten genau am richtigen Platz sind.


In direkter Nachbarschaft ist die pneumologische Abteilung, unser Eindruck allerhöchstens anders, auf keinen Fall besser. Fünf Minuten entfernt stehen die Hautklinik und die Klinik für die Infizierten, beide lassen schon von außen nichts Gutes erahnen. Und drinnen wurden alle Hoffnungen, dass es in der EU sowas nicht geben kann komplett enttäuscht, alle Befürchtungen bestätigt.

Drinnen trugen wir Mundschutz und Handschuhe
Genau wie in der Reha-Klinik, wo man eigentlich meinen sollte, dass es kaum möglich ist, dass... aber das hatten wir ja schon. Unsere Rollstühle und Rollatoren werden dort dringend benötigt.

So, wie wir den Kinden eine Freude mit den Päckchen machen, so waren Erwachsene Menschen begeistert über Hilfsmittel, die bei uns allerhöchstens noch Schrottwert haben.

Auch wenn wir keine Fotos von innen zeigen dürfen: Es ist verdammt wichtig, was wir tun!