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Samstag, 22. August 2020

4. Sommerkonvoi 2020: Ein voller Erfolg trotz Corona

von Peter Skiba:

Bevor wir mit unseren Erlebnissen beginnen, "etwas Werbung" für die Fahrschule am Dobrock: Andrea Skiba (wir haben kurz vor der Faher geheiratet) hat dort ihren LKW-Führerschein gemacht - extra für den Konvoi. Andrea hat sich auf ihrer ersten Tour großartig geschlagen. Das haben die Grenzkontrollen an der rumänisch-moldawischen Grenze uns bestätigt. Sie usste an der Grenze extra aussteigen, da die Beamten es nicht glauben konnten, wie sie souverän durch die Grenze schlich.

Gruppenbild mit Andrea: zum ersten Mal sind wir mit einer LKW-Fahrerin gestartet

Dieser Konvoi startete ansonsten unter keinem guten Stern, da alle Touren zuvor coronabedingt abgesagt wurden. Stattdessen stellten wir alle unsere Güter dem Katastrophenschutz Hessen zur Verfügung für eine unbestimmte Zeit.

Im Juni hieß es, wir können wieder fahren, also auf nach Kusel und Fritzlar um die Bestände zu checken, da vieles auseinander und durcheinander kam. Touren wurden geplant, Fahrer und LKW wurden zusammengesucht und die Routen der Fahrzeuge wurden erstellt. Vom hohen Norden über Fritzlar Bielefeld und Höxter-Holzminden wurden dann alle Hilfsgüter zusammen per LKW in Kusel zusammengestellt.

Beladen in Kusel: wie immer bis unters Dach!
 Am Morgen des 18. Juni standen etwa 30 Ladies, Tabler und Freunde in Kusel bereit, um die restlichen LKW zu beladen. Gegen Abend konnte dann der Konvoi mit sechs Lastzügen in Richtung Rumänien und Moldawien starten. Zwei LKW waren für Câmpulung in Rumänien bestimmt, zwei weitere Fahrzeuge für Chișinău in Moldawien. Ein weiterer LKW für Comrat und der sechste Lastzug für ein Krankenhaus in Ceadîr-Lunga.

Geliefert wurden eine Zahnarztpraxis, eine komplette Physiopraxis aus Neumünster mit einem Wert allein von ca. 30.000 Euro in einem Top Zustand, Krankenhausbetten, Beatmungsgeräte, Ultraschallgeräte, um nur einige Dinge zu nennen.

Zwei LKWs wurden zusätzlich über Freunde helfen! Konvoi Dresden nach Liviv von Fritzlar aus auf den Weg geschickt.

Nach etwa zwei Tagen Fahrt wurden alle LKW an Ihrem Zielort erwartet, entzollt und entladen. In Moldawien hat es der Konvoi in Chişinău sogar in die Prime Time Nachrichten geschafft. Round Table Deutschland und Round Table Moldawien wurden gemeinsam erwähnt. Normalerweise sprechen die Nachrichtenagenturen über keine ausländischen Organisationen, aber in Zeiten von Corona hat sich dieses Bild anscheinend gewandelt.

Sogar die Nachrichten interessieren sich für uns!
 Ohne unser großartiges Netzwerk an Freunden vor Ort wäre auch so eine unkomplizierte Entladung der Geräte von teilweise 400 kg von Hand nicht möglich, da teilweise Entladungsmöglichkeiten wie Gabelstapler etc. vor Ort fehlen.

"Tankstelle"
Nach weiteren 48 Stunden und einem morgendlichen Corona-Test machten sich alle vier LKW aus Moldawien wieder auf den Rückweg. In Rumänien durften wir die Transitstrecken coronabedingt nicht verlassen, in Ungarn waren auf dem Hinweg schon nur bestimmte Grenzübergänge geöffnet und Österreich hatte um Mitternacht auch wieder die Maskenpflicht eingeführt. Nach rund 6.400 km und einer Fahrzeit von bis zu 10 Tagen sind alle Fahrer wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen.

In Rumänien und Moldawien fehlt es nach wie vor an grundsätzlichen Dingen der Gesundheitsversorgung, vor allem im ländlichen Bereich und kleineren Städten.

Wir als Freunde helfen! Konvoi-Team sind davon überzeugt, dass wir das Richtige tun. So können wir Dinge aus dem medizinischen/ pflegetechnischen Bereich, die hier nicht mehr benötigt werden, weil diese nicht mehr der Norm oder Aktualität entsprechen, anderen Menschen, Kliniken und Krankenhäusern im Ausland die Geräte zur Verfügung stellen.

Wir hoffen auch langfristig auf weitere Zuwendungen und Spenden, da wir durch dieses Projekt die Nachhaltigkeit der gelieferten Produkte verbessern, da sie nicht vernichtet werden, sondern an einem anderen Ort weiter zum Einsatz kommen. Mein besonderer Dank geht auch dieses Mal an die Fahrer, die ihre Zeit oder/und ihren Urlaub für diesen Konvoi geopfert haben.

Wir möchten uns auch bei allen Ladies und Tablern bedanken, da uns eine ungeahnte Welle der Unterstützung von dieser Seite entgegenschlug. Von Cuxhaven über Husum, Süderlügum, Neumünster, Brake, Karlsruhe bis Saarbrücken.

Vielen Dank an alle kleinen und großen Krankenhäuser und Arztpraxen, die uns die Hilfsgüter zur Verfügung gestellt haben. Ohne Euch hätte dieser Konvoi auch nicht stattgefunden.

Und danke an unsere Unterstützer, angefangen bei der Bremer Logistik Spedition, die einen kompletten Lastzug mit Fahrer zur Verfügung gestellt hat. Dann hat sich die Raben Group wieder mit zwei Trailern und einem Zugfahrzeug mit zwei Fahrern beteiligt. Charterway Bremen und Frankfurt hat uns wie immer unkompliziert unterstützt.

Die Helden dieser Fahrt:

Artur der Engel

Andrea Skiba

Bruno Hoch

Christoph Reber

Daniel Spraul

Greg Köhler

Jens Dirian

Michael Fülle

Peter Krahl

Peter Skiba

Stefan Pearson

Stephan Hoeppchen

Samstag, 11. September 2010

Eindrücke von Hans- Wolf Colsman, RT 204

Etwas abseits der Hauptstrasse, hinter einem liebevoll bemalten Tor erstreckt sich das Kinderdorf. Die blau weißen Häuser zu beiden Seiten des mit vielen Bäumen flankierten Hauptweges laden den Besucher ein. Um einen neu gepflasterten Platz reihen sich die Verwaltung, mehrere Schlaf- und Unterrichtsgebäude, ein Spielplatz, die Wäscherei, das Küchenhaus, diverse Vorratsräume und Schuppen. Weiter hinten noch die Bibliothek, die Näherei, weitere Gebäude, ein Bolzplatz und zahlreiche Obstbäume. Das Gelände endet auf der alten Dorfstrasse an der zahlreiche kleine Gehöfte und Häuschen liegen, mit dem ländlichen Charme wie aus einer Tolstoi Erzählung.

Die eigene Erwartung an eine kleine Ortschaft zwei drei Stunden Südwestlich von Odessa mitten auf dem Lande werden für mich voll erfüllt.


Donnerstag, 9. September 2010

Eindrücke von Thomas Reinbothe, RT 208

Heute waren wir im Kinderheim, unserem Reiseziel. Dort sind wir sehr warmherzig empfangen worden. Leider konnten wir die 120 Kinderbetten nicht aufbauen.

Die derzeitigen Schalfgelegenheiten (ich möchte diese nicht als Betten bezeichnen) sahen erbärmlich aus.Aber in 4 Wochen werden die neuen Betten ankommen, wenn diese als "humanitäre Hilfe" von den Behörden eingestuft wurden. OHNE WORTE!!

Eindrücke und Geschichten von Maksim Ljubaskin, RT 74

Kurzgeschichten von Maksim:

Erste: Der deutsche Pedantismus oder wie werden die Geschäfte in Osteuropa gemacht.

Bei der Ankunft im Kinderdorf in Mikhailowka, hat unser Team sofort mit der Arbeit angefangen. Wir brauchten den Generalplan des Dorfes und die Grundrisse von den Gebäuden. Diese Anfrage hat den Direktor und seinen Vertreter überrascht und verwirrt. Das Dorf hat eine knapp 100-jährige Geschichte, hatte jedoch bis vor Kurzem keine Bestandspläne.
Erst im letzten Jahr wollte die regionale Verwaltung für Eigenbedarf die Pläne erstellen. Dies hatte 1,5 Monate gedauert.

Als uns gesagt wurde, dass die Pläne nicht vorhanden sind, hat unser Team sehr professionell und strukturiert die Aufgaben verteilt und die Vermessung innerhalb von 2,5 Stunden durchgeführt.

Eindrücke von Clemens Raabe, RT 194

Im ersten Moment überraschte Gesichter, denn wir waren nicht angekündigt.
Ich hatte den Eindruck, dass ersteinmal ein bisschen Hektik ausgebrochen ist.
Kinder wurden losgeschickt und Angestellte sind über den Hof geflitzt. Danach war alles picobello sauber.
Die baulichen Zustände im Kinderdorf waren schockierend, mehr brauch ich dazu nicht zu sagen.

Die Kinder, überfreundlich, sind z. Bsp. sofort aufgesprungen, als wir den Raum betraten.Sehr schüchtern, wir Fremde aus dem Westen, waren ihnen wohl nicht ganz geheuer.
Unser Fußballgekicke mit den Kids hat dann die Grenzen gebrochen.
Die sowieso strahlenden Kinderaugen wurden noch strahlender.
Ich hatte den Eindruck, das hat uns für die Kinder etwas menschlicher gemacht.

Alles in Allem ein sehr notwendiges Projekt, das nach mehr Aktion schreit.

Clemens Raabe

Eindrücke von Carsten Höper, unserem Adoptivtabler

Das Heim machte einen sauberen und freundlichen Eindruck auf mich.
Der bauliche Zustand erinnerte mich aber doch mehr an die 40`ziger Jahre, wo das heizen noch günstig war.



Das WC ist von europäischen Standart weit entfernt. Es befanden sich auf dem Fußboden eben mal nur 6 Löcher und der Geruch im Raum war erbärmlich.

Die Zimmer waren jeweils mit 6 Kindern belegt.Diese nutzten 2 Kleiderschränke die für die 6 Kinder aber auch nur zur Hälfte befüllt waren.

Die Eindrücke in Bilder gefasst




Ein Gruppenfoto der Klasse, Lehrerin und Internatsleiterin Ludmilla zusammen mit
Christoph Jöckel (l.) RT 44 Berlin und Christian Frößl (r.) RT 274 Idstein

Eine Brille die beim Spielen kaputt ging

Serafima

Liebe Freunde,

nachdem Christoph bereits in Worten unseren Besuch in dem Internat für sehbehinderte Kinder geschildert hat, möchte ich euch einige Fotos zeigen - Das Ganze ist nur möglich durch die tolle Unterstützung von Euch allen!

Ein besonderer Danke geht jedoch an Tamara Kontsevych-Schoeneberger. Ohne ihre Übersetzungshilfe wäre es sehr schwer mit der Kommunikation gewesen.

Die nächste Aktion wird nun sein, im Rahmen des NSP das Internat erneut zu besuchen, die Augen der Kinder zu vemessen und dann im nächsten Schritt die Brillen anzufertigen...

Weitere Bilder folgen noch!

Ich kann mich dem Feedback von Christoph nur anschliessen, wir waren ein super Team, sind ein super Team und auch Carsten unser nicht-Tabler hat gezeigt dass er einer von uns ist!
Leute ihr seid fantastisch!

Ich freue mich auf die nächste Aktion mit Euch!

Liebe Grüße und YiT,
Christian
Präsident RT 274 Idstein